Monatliche Übungen 2026
Übung - die dich durchs Jahr begleiten!
(Bei Fragen und Anregungen, kontaktiere mich gerne)
Frühlings-Check-in
Der Frühling bringt Bewegung, Licht und frische Energie mit sich. Eine wunderbare Zeit, um auch im eigenen Körper wahrzunehmen, was sich neu zeigt. Diese kurze Übung hilft dir, in dich hineinzuspüren und Lebendigkeit zu entdecken.
Übung:
1. Stelle oder setze dich bewusst hin, deine Füße gut geerdet.
2. Schließe die Augen und atme einmal tief ein und aus.
3. Wandere nun mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper – von Kopf bis Fuß.
4. Frage dich an jedem Bereich: „Was fühlt sich heute lebendig an?“
5. Folge deinem Impuls, dich zu dehnen, zu strecken oder eine kleine Bewegung zu machen.
6. Beende die Übung mit einem tiefen Atemzug und einem leichten inneren Lächeln.
Diese sanfte Körperreise bringt dich zurück zu dir – ins Hier, ins Jetzt, ins Aufblühen.
Aufbruch wahrnehmen
Der März bringt erste Anzeichen von Neubeginn.
Diese Übung hilft dir, deine innere Aufbruchsstimmung zu erspüren.
Übung:
1. Stelle dich aufrecht hin, die Füße fest am Boden.
2. Atme tief ein und richte dich dabei ein kleines Stück auf.
3. Beim Ausatmen lasse Spannung aus Schultern und Kiefer los.
4. Wiederhole dies fünf Mal.
5. Frage dich anschließend:
„Wonach zieht es mich gerade?“
Eine kurze Übung, um innere Bewegung bewusst wahrzunehmen.
Sanfte Selbstzuwendung
Der Februar ist oft stiller, manchmal auch ein wenig grau.
Eine gute Zeit, um dir selbst freundlich zu begegnen und nach innen zu lauschen.
Übung:
1. Setze dich bequem hin und lege eine oder beide Hände auf deinen Bauch.
2. Atme ruhig ein und aus.
3. Spüre die Wärme deiner Hände.
4. Sage innerlich bei jedem Ausatmen: „Ich darf langsam sein.“
5. Bleibe für einige Atemzüge bei diesem Gefühl.
6. Frage dich zum Abschluss:
„Was tut mir gerade wirklich gut?“
Diese Übung erinnert dich daran, dich selbst liebevoll zu begleiten.
Neustart im Atem
Der Januar lädt uns ein, bewusst ins neue Jahr zu starten.
Vielleicht spürst du ein Bedürfnis nach Klarheit, Ruhe oder Orientierung – oder einfach den Wunsch, einmal tief durchzuatmen.
Diese kurze Atemübung hilft dir, genau das zu tun: ankommen, loslassen, neu ausrichten.
Übung:
1. Setze dich bequem hin und lasse deine Schultern sinken.
2. Atme tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund aus.
3. Mit jeder Einatmung stell dir vor, dass frische, klare Energie in dich einströmt.
4. Mit jeder Ausatmung lässt du sanft los, was du nicht mitnehmen möchtest.
5. Wiederhole dies zehn Atemzüge lang.
6. Lege am Ende eine Hand auf dein Herz und frage dich leise:
„Was möchte ich in diesem Jahr mehr leben?“
Diese kleine Übung schenkt dir einen Moment der Ausrichtung – sanft, bewusst und ganz bei dir.
Monatliche Übungen 2025
Übung - die dich durchs Jahr begleiten!
(Bei Fragen und Anregungen, kontaktiere mich gerne)
Dezember
Ein bewusstes „Nein“ üben
Diese Übung stärkt deine Fähigkeit, Grenzen zu setzen – freundlich, klar und im Einklang mit deinen eigenen Bedürfnissen. Du trainierst, aus der Selbstverantwortung heraus zu handeln, statt aus Pflichtgefühl oder Harmoniebedürfnis.
So gehst du vor:
Schritt 1: Beobachte dich selbst
Reflektiere Situationen, in denen dir jemand etwas „verkaufen“ möchte – nicht nur im geschäftlichen Sinne, sondern auch emotional:
• Liebe, Nähe, Aufmerksamkeit
• Ein Treffen, ein Gefallen, eine Einladung
• Ein Produkt oder eine Idee
Wie reagierst du? Aus welchem Impuls heraus sagst du „Ja“?
Schritt 2: Entwickle drei alternative Reaktionen
Überlege dir drei konkrete Möglichkeiten, wie du in Zukunft reagieren möchtest, wenn sich dein inneres „Nein“ meldet.
Zum Beispiel:
1. Klar und freundlich ablehnen: „Danke, das passt für mich gerade nicht.“
2. Vertagen statt sofort entscheiden: „Ich brauche noch etwas Bedenkzeit – darf ich mich später melden?“
3. Ein alternatives Angebot machen: „Ich habe keine Kapazität für X, aber bei Y kann ich dich unterstützen.“
Drei Optionen geben dir Handlungsspielraum und nehmen den Druck, sofort perfekt reagieren zu müssen.
Schritt 3: Übe im Alltag
Nimm dir vor, in einer passenden Situation bewusst eine der Varianten einzusetzen.
Spüre nach:
• Wie fühlt es sich an, zu dir selbst zu stehen?
• Wie reagiert dein Gegenüber?
• Was hat sich durch dein bewusstes „Nein“ verändert?
Coaching-Impuls:
Ein „Nein“ zu anderen ist oft ein liebevolles „Ja“ zu dir selbst.
Es ist ein Zeichen von innerer Klarheit – nicht von Ablehnung.
November
Gefühlsbeobachtung – ohne Bewertung
Diese Übung hilft dir, den eigenen Gefühlen bewusst Raum zu geben – ohne sie verändern, analysieren oder bewerten zu wollen.
Du trainierst deine emotionale Achtsamkeit und lernst, dich als stillen Beobachter deiner Innenwelt wahrzunehmen.
So gehst du vor:
Schritt 1: Zeit nehmen – Raum schaffen
Nimm dir ca. 60 Minuten, in denen du ungestört bist.
Setze dich bequem an einen ruhigen Ort – vielleicht ans Fenster, auf einen Lieblingssessel oder nach draußen in die Natur.
Schritt 2: Beobachten statt bewerten
• Erlaube dir, einfach nur wahrzunehmen, welche Gefühle in dir auftauchen.
• Stell dir vor, du würdest deine Emotionen wie Werbung oder Bilder im Fernsehen betrachten – kurz wahrnehmen, dann weiterziehen lassen.
• Du musst nichts festhalten, nichts verstehen, nichts „lösen“.
Es geht ums Anschauen – nicht ums Eingreifen.
Schritt 3: Erkenne die Vielfalt deiner Gefühlswelt
Nach dieser Stunde wirst du vielleicht überrascht sein, wie viele verschiedene Emotionen in kurzer Zeit auftauchen können – Freude, Langeweile, Irritation, Sehnsucht, Ruhe, Unruhe…
Wie auf einer emotionalen Achterbahn geht es auf und ab.
Doch:
Du entscheidest, welche Gefühle länger bleiben dürfen – und welche nicht mehr zu Besuch kommen sollen.
Schritt 4: Reflexion – Was war wirklich wichtig?
Stelle dir am Ende der Übung diese zentrale Frage:
Welches dieser Gefühle war wirklich bedeutsam für mich?
Manchmal bleiben wir an starken Momenten hängen – obwohl wir uns später gar nicht mehr an die Details erinnern.
Diese Frage hilft dir, zwischen dem flüchtigen Besuch und dem bleibenden Impuls zu unterscheiden.
Coaching-Impuls:
Gefühle kommen und gehen.
Du bist nicht deine Gefühle – du bist der Raum, in dem sie sich zeigen dürfen.
Oktober
Klarheit über deine Wünsche gewinnen
Dieses Tool hilft dir, deine persönlichen Wünsche bewusster wahrzunehmen, zu ordnen und erste Impulse zur Umsetzung zu entwickeln.
So gehst du vor:
Schritt 1: Deine Wunschliste
Nimm dir ein schönes Notizbuch oder ein farbiges Blatt Papier. Notiere dort alles, was du dir vom Leben – und von dir selbst – wünschst. Es geht dabei nicht um Alltagsbedürfnisse, sondern um Herzenswünsche.
Tipp: Schreib frei drauflos, ohne Bewertung.
Schritt 2: Den Blick weiten
Ergänze deine Liste um Fragen wie:
• Gibt es eine Fähigkeit, die du gerne beherrschen würdest?
• Möchtest du eine bestimmte Kunst erlernen?
• Gibt es ein Traumziel, das du bereisen willst?
• Wünschst du dir mehr innere Ruhe, Spiritualität oder persönliche Entwicklung?
Schritt 3: Struktur schaffen
Sortiere deine Wünsche:
• Was ist dir aktuell besonders wichtig?
• Welche Wünsche betreffen äußere Dinge (z. B. Reisen, Besitz)?
• Welche richten sich nach innen (z. B. Zufriedenheit, innere Klarheit)?
Schritt 4: Reflexion
Beantworte für dich folgende Coaching-Fragen:
• Welchen Namen trägst du für deine Wünsche?
• Gibt es Wünsche, die besonders dringend sind?
• Was brauchst du, um sie zu verwirklichen?
• Wie kannst du dir das Notwendige dafür beschaffen?
• Gibt es bestimmte Schritte, die du beachten solltest?
• Woran wirst du merken, dass sich ein Wunsch erfüllt hat? Wie fühlt sich das an?
Schritt 5: Dein nächster Schritt
Wähle einen Wunsch aus und notiere:
• Was du als Erstes dafür tun kannst
• Wer oder was dich dabei unterstützen kann
• Bis wann du deinen ersten Schritt gehen möchtest
Coaching-Impuls:
Wünsche sind mehr als Träume – sie zeigen, wer du bist und wohin du willst. Wenn du dich ernsthaft mit ihnen beschäftigst, entsteht Klarheit. Und aus Klarheit wächst Motivation.
September
Reise zu deinem inneren Glück
Diese Übung lädt dich ein, in einem achtsamen Moment deinem inneren Glück näher zukommen – jenseits von äußeren Umständen.
Du aktivierst dabei deine Vorstellungskraft und öffnest dich für die Impulse deines Unterbewusstseins.
So gehst du vor:
Schritt 1: Raum für dich selbst
Nimm dir bewusst Zeit für diese Übung – 10 bis 15 Minuten reichen schon. Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist.
Setze oder lege dich bequem hin.
Schließe sanft deine Augen.
Schritt 2: Ankommen im Körper
• Nimm deinen Körper wahr. Spüre, wie du sitzt oder liegst.
• Welche Empfindungen zeigen sich gerade?
• Wenn Geräusche oder Gedanken auftauchen, lass sie einfach da sein – wie Wolken am Himmel.
Du musst ihnen nicht folgen.
Erlaube dir, innerlich ruhig zu werden.
Atme ein paar Mal tief durch.
Schritt 3: Die Frage deines Herzens
Stelle dir nun still die Frage:
„Was macht mich wirklich glücklich?“
Bleibe mit dieser Frage in deinem Inneren verbunden – ohne Druck, ohne Antwort erzwingen zu wollen.
Lass Bilder entstehen. Vielleicht siehst du Farben, Orte, Menschen oder hörst Melodien.
Vielleicht spürst du einfach ein Lächeln in dir.
Tauche tiefer ein.
Lass dich tragen von deinen inneren Bildern. Beobachte. Spüre
Schritt 4: Rückkehr und Integration
Wenn du das Gefühl hast, dass der Moment sich rund anfühlt, kehre langsam zurück.
• Öffne sanft deine Augen.
• Strecke dich ein wenig.
• Bleibe noch kurz sitzen – in Stille oder mit einem sanften Lächeln.
Schritt 5: Ausdruck deiner Erfahrung
Nimm dir anschließend Zeit, um das Erlebte festzuhalten:
• Male, schreibe, skizziere – ganz intuitiv.
• Halte fest, welche Bilder, Gefühle oder Impulse dir begegnet sind.
• Vielleicht hat dir dein Inneres einen wertvollen Hinweis gegeben – zu dem, was dir wirklich wichtig ist.
Coaching-Impuls:
Glück ist oft näher, als wir denken – manchmal nur einen bewussten Atemzug entfernt. Wenn du deinem inneren Glück Raum gibst, wird es greifbarer.
Und du wirst spüren:
Es wohnt bereits in dir.
August
Entdecke deine Einzigartigkeit
Diese Übung unterstützt dich dabei, deine besonderen Eigenschaften, Stärken und Ausstrahlung bewusster wahrzunehmen – und sie als Ressource in deinem Alltag und Berufsleben gezielt einzusetzen.
So gehst du vor:
Schritt 1: Warum Einzigartigkeit zählt
Jeder Mensch trägt etwas in sich, das ihn unverwechselbar macht – sei es eine Gabe, eine Haltung, ein Talent oder ein Charakterzug.
Wenn du erkennst, was dich ausmacht, kannst du mit mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und Freude durchs Leben gehen.
Deine Einzigartigkeit wird zu deiner persönlichen Marke – wenn du sie mit Offenheit und Herzenswärme lebst.
Schritt 2: Reflexionsfragen – Was macht dich besonders?
Nimm dir einen geschützten, ruhigen Moment.
Vielleicht bei einer Tasse Tee, draußen in der Natur oder an deinem Lieblingsplatz.
Beantworte folgende Fragen schriftlich – ehrlich, neugierig und mit liebevollem Blick auf dich selbst:
• Was ist deine besondere Spezialität?
(Etwas, das du tust oder ausstrahlst, das nur du so kannst – deine persönliche Superkraft.)
• Was ist dein persönlicher „Zuckerguss“?
(Ein kleiner, sympathischer Wesenszug oder ein überraschendes Talent, das andere zum Lächeln bringt.)
• Wie würden dich deine Freund:innen beschreiben?
(Welche drei Worte würden sie spontan wählen?)
• Was wünschst du dir, dass andere in Zukunft über dich sagen?
(Wofür möchtest du in Erinnerung bleiben?)
Schritt 3: Dein Ausdruck der Einzigartigkeit
Schreibe deine Gedanken handschriftlich auf – in dein Journal, Notizbuch oder auf eine schöne Karte.
Du kannst sie auch mit einer vertrauten Person teilen und dir Feedback holen:
„Was siehst du als meine besondere Stärke?“
Formuliere abschließend einen Satz über dich selbst:
• Ich bin jemand, der …
• Ich möchte für andere sein wie …
• Meine Stärke ist …
Tipp für deinen Alltag:
Wenn du deine Einzigartigkeit mit Herzenswärme, Empathie und Respekt verbindest, wird sie zu einer Ausstrahlung, die andere inspiriert.
So wirkst du authentisch – und bleibst in Erinnerung.
Coaching-Impuls:
Du musst niemand anderes sein.
Du darfst du selbst sein – und genau darin liegt deine Kraft.
Juli
Deinen Weg bewusst gestalten
Manchmal hilft es, einen Moment innezuhalten und sich bewusst zu machen, was vor einem liegt – oder liegen könnte.
Diese Übung lädt dich dazu ein, deine nächsten Schritte zu reflektieren und innerlich zu gestalten.
So gehst du vor:
Teil 1:
Fragen zur Selbstreflexion
Beantworte die folgenden Fragen für dich – schriftlich, laut oder ganz in Gedanken.
Lass dir Zeit dabei.
• Welche Situation möchtest du in Zukunft neu gestalten?
• Gibt es etwas, das du gerne lernen möchtest?
• Welche Erfahrungen warten auf dich?
• Gibt es Gespräche, die du führen möchtest – mit dir selbst oder mit anderen?
Diese Fragen helfen dir, deine inneren Wünsche und Pläne klarer zu sehen.
Schritt 2:
Der Weg in deinem inneren Bild
Jetzt geht es darum, deinen Weg symbolisch zu visualisieren. Stell dir vor, du wanderst durch eine Landschaft, die dein Leben darstellt.
Male diese Landschaft vor deinem inneren Auge – oder wirklich auf Papier – aus:
• Wo befindet sich ein Kletterfelsen? (Eine Herausforderung, an der du wachsen kannst?)
• Wo stehen Pilze? (Unerwartete Entdeckungen oder kleine Geschenke am Wegesrand?)
• Wo ist der Wald besonders dicht? (Ein Bereich, der dir vielleicht noch Angst macht oder unklar ist?)
• Gibt es eine Lichtung? (Ein Ort der Klarheit, der Ruhe oder Inspiration?)
• Wo steht eine Parkbank? (Ein Platz zum Ausruhen, Nachdenken, Beobachten?)
Tipp zur Anwendung:
Diese Übung kannst du immer wieder machen – besonders dann, wenn du dich orientierungslos fühlst oder neue Impulse brauchst.
Du kannst auch dein gezeichnetes Bild immer wieder ergänzen und beobachten, wie es sich verändert.
Juni
Negative Glaubenssätze erkennen und verwandeln
Viele unserer inneren Überzeugungen laufen unbewusst ab – und beeinflussen dennoch maßgeblich, wie wir uns selbst, andere Menschen und das Leben wahrnehmen.
In dieser Übung geht es darum, solche limitierenden Gedanken ans Licht zu holen und sie in stärkende, konstruktive Aussagen umzuwandeln.
So gehst du vor:
Schritt 1: Erkenne deine negativen Glaubenssätze
Lies die folgenden negativen Sätze aufmerksam durch. Kommt dir einer davon bekannt vor?
Vielleicht sagst du ihn dir selbst immer wieder – bewusst oder unbewusst.
Beispiele:
• „Ich kann auf Menschen nicht zugehen.“
• „Ich habe kein Talent.“
• „In Beziehungen habe ich kein Glück.“
Halte kurz inne: Welche Gefühle lösen diese Sätze in dir aus?
Schritt 2: Formuliere sie bewusst um
Jeder dieser negativen Sätze enthält eine Information über deine Erfahrung – aber nicht über dein wahres Potenzial.
Deshalb geht es hier nicht darum, dir „etwas schönzureden“, sondern einen neuen, förderlichen Blickwinkel einzunehmen.
Beispielhafte Umformulierungen:
Negativer Glaubenssatz | Neue, unterstützende Sichtweise
Ich kann auf Menschen nicht zugehen.
Ich bin wählerisch bei meinen Kontakten.
Ich habe kein Talent.
Ich bin vielfältig und entdecke stetig neue Fähigkeiten.
In Beziehungen habe ich kein Glück.
Ich bin dabei, das Thema Liebe auf meine Weise zu erforschen.
Schritt 3: Arbeite mit deinen eigenen Sätzen
Jetzt bist du dran. Welche negativen Aussagen begegnen dir im Alltag – über dich selbst, deine Fähigkeiten oder dein Leben?
1. Schreibe deine negativen Glaubenssätze auf.
2. Spüre, wie sie sich anfühlen – und woher sie vielleicht stammen.
3. Formuliere jeden Satz in eine neue, stärkende Sichtweise um.
Hinweis zur Umsetzung
• Sprich dir deine neuen Sätze laut vor – und beobachte, wie sie auf dich wirken.
• Du musst nicht sofort „glauben“, was du schreibst.
Erlaube dir, mit einer neuen Perspektive zu experimentieren.
• Wiederhole die Übung regelmäßig, um langfristig neue Denkgewohnheiten zu etablieren.
Tipp: Du kannst dir deine neuen Glaubenssätze auch aufschreiben und sichtbar aufhängen – z. B. am Spiegel, am Arbeitsplatz oder als Erinnerung auf dem Handy.
Mai
Dein Lebensweg im Bild
Diese Übung unterstützt dich dabei, deinen bisherigen Lebensweg bewusst zu reflektieren, innere Ressourcen zu erkennen und deine persönliche Entwicklung wertzuschätzen.
So gehst du vor:
Der Moment der Einkehr
Stell dir vor, du bist auf einer Wanderung durch einen stillen, kraftvollen Wald.
Nach einem langen Weg erreichst du eine Lichtung – ein Ort zum Ankommen, zum Innehalten. Setze dich gedanklich auf einen Baumstamm oder eine Bank und blicke zurück: auf deinen eigenen Lebensweg.
Deine Lebenslandschaft
Visualisiere deinen bisherigen Weg als Landschaft:
• Welche Stationen, Höhen und Tiefen hast du durchquert?
• Gibt es Berge, die du erklommen hast? Täler, die du durchwandert hast?
• Wo stehen Burgen, wo warst du geschützt?
• Welche Flüsse stehen für Entwicklungen, die dich weitergetragen haben?
• Wo lagen Grenzen – vielleicht sogar mit feindlicher Energie – und wie bist du damit umgegangen?
Optional: Zeichne deine Lebenslandschaft auf – du brauchst kein Talent, nur Ehrlichkeit. Lass deine Intuition die Wege skizzieren.
Reflexionsfragen
Nutze folgende Impuls-Sätze, um deine Geschichte schriftlich oder im stillen Nachdenken zu erkunden:
• Als ich auf die Welt kam, da…
• Mit drei Jahren habe ich…
• Mein erstes Erfolgserlebnis hatte ich mit…
• Als 10-jähriges Kind konnte ich wunderbar…
• Meine Freund:innen mochten an mir mit 12 Jahren…
• Obwohl ich mich nicht traute, wagte ich mich mit…
• Seit ich 15 Jahre alt bin, mache ich gerne…
• Wenn ich mit 16 Jahren nicht den Mut gehabt hätte, hätte ich nie…
• Ich habe nie aufgegeben, obwohl ich mit…
• Vieles von dem, was ich heute kann, verdanke ich einem Erlebnis, das ich mit… hatte.
• Es ist schön, an die Zeit zurückzudenken. Ich habe in diesem Jahr meinen Weg gefunden.
Dein innerer Kompass
Beantworte für dich:
• Welche Fähigkeiten und Qualitäten haben dich bis hierher getragen?
• Welche Begegnungen waren Schlüsselereignisse?
• Was hast du überwunden – und was hat dich dabei gestärkt?
• Was davon möchtest du mit in deine Zukunft nehmen?
Abschluss: Wertschätzung und Integration
Halte einen Moment inne und danke dir selbst – für deine Ausdauer, deinen Mut und deinen ganz eigenen Weg.
Vielleicht schreibst du dir einen Satz auf wie:
„Ich bin stolz auf meinen Weg, und ich vertraue meinem inneren Kompass.“
April
Entrümple deine Familiengeschichten
Stell dir vor, deine Erinnerungen und Familientraditionen sind wie Gegenstände, die du sortierst.
Was dir guttut, darf bleiben – der Rest wird recycelt oder entsorgt.
So gehst du vor:
In deine Schatzkiste packst du all die Geschichten, die dich stärken, trösten und inspirieren.
Diese Erinnerungen nähren dich und begleiten dich positiv durchs Leben.
Fokussiere dich auf die Themen, die dir wichtig sind:
Erzählungen, die sich schwer oder belastend anfühlen, wirfst du nicht sofort weg.
Leg sie in den Recycling-Behälter – vielleicht kannst du sie nach etwas Abstand in einem neuen Licht sehen oder anders einordnen.
Bleibe möglichst konkret:
Ratschläge, die nach „Ich hab’s dir ja gesagt!“ klingen, kommen in den gelben Sack.
Versiegel sie gut – du musst dich nicht länger mit ihnen belasten.
Zusätzliche Tipps
Drohungen oder Versuche, dir Verantwortung für das Leben anderer aufzubürden, gehören direkt in den Restmüll.
Sie haben in deinem Leben keinen Platz mehr.
Und all die alten Geschichten, die du von deiner Familie oder deinem Freundeskreis gehört hast?
Schau sie dir genau an.
Was dir nicht mehr dient, wandert ins Altpapier.
So schaffst du Raum für neue Kapitel in deinem Leben – leicht, klar und frei von alten Mustern.
März
Deine inneren Bilder erkunden
Versuche, dich ganz auf deine inneren Bilder einzulassen.
Nimm dir Zeit und beschreibe sie so detailliert wie möglich:
So gehst du vor:
1. Setze dich an einen ruhigen Ort:
Schaffe dir einen Raum, in dem du ungestört nachdenken kannst.
2. Fokussiere dich auf die Themen, die dir wichtig sind:
- Wie sieht es aus? Beschreibe Formen, Farben und Details.
- Wie riecht es? Gibt es einen bestimmten Duft, der dir auffällt?
- Was hörst du? Sind da Musik, Töne oder Naturgeräusche?
- Wie fühlt es sich an? Spüre in dich hinein - welche Gefühle kommen auf? Oder wie fühlt sich die Umgebung an?
- Möchtest du etwas sagen? Gibt es etwas, das aus dir heraus möchte?
- Gibt es einen Geschmack?
Schmeckst du etwas Bestimmtes? - Wie farbig ist das, was du siehst?
Sind es kräftige, leuchtende Farben oder eher sanfte Töne?
3. Bleibe möglichst konkret:
Je genauer und lebendiger deine Bilder werden, desto klarer wirst du erkennen, was du wirklich willst.
Nimm dir die Freiheit, die Bilder so lange zu verändern, bis sie sich für dich vollkommen stimmig anfühlen.
Zusätzliche Tipps
Schreibe deine Eindrücke auf.
Wie detailliert waren deine Bilder? Hatten sie eine klare Aussage oder hat dir etwas gefehlt?
Wenn du sie angepasst hast:
Was hat sich verändert, damit sie für dich gestimmt haben?
Nutze diese Erkenntnisse, um mehr über dich selbst und deine Wünsche zu erfahren.
Februar
Finde heraus, was du wirklich willst
Diese Übung hilft dir dabei, Klarheit über deine Wünsche und Prioritäten zu gewinnen.
Alles, was du brauchst, ist ein Blatt Papier, ein Stift und etwas Zeit nur für dich.
So gehst du vor:
1. Setze dich an einen ruhigen Ort:
Schaffe dir einen Raum, in dem du ungestört nachdenken kannst.
2. Fokussiere dich auf die Themen, die dir wichtig sind:
Überlege, welche Bereiche deines Lebens dir gerade besonders am Herzen liegen.
Vielleicht sind das:
- Liebe und Beziehungen
- Familie und Zuhause
- Beruf und persönliche
Weiterentwicklung - Gesundheit und Wohlbefinden
- Freizeit und Abenteuer
3. Schreibe deine Wünsche auf:
- Was möchtest du in diesen Bereichen erreichen oder verändern?
- Welche konkreten Ziele hast du?
- Was würde dich glücklicher oder zufriedener machen?
4. Bleibe möglichst konkret:
Statt vage Formulierungen wie „Ich möchte glücklich sein" zu verwenden, schreibe konkrete Aussagen auf, z. B.: „Ich möchte eine stärkere Verbindung zu meinem Partner aufbauen, indem wir mehr Zeit miteinander verbringen."
Zusätzliche Tipps
Warum diese Übung dir hilft:
Indem du deine Wünsche klar formulierst, setzt du den ersten Schritt in Richtung Veränderung. Oft bleiben unsere Ziele unklar, weil wir sie nicht konkret benennen. Mit dieser Übung bringst du Ordnung in deine Gedanken und schaffst die Grundlage, um aktiv an deinen Träumen zu arbeiten.
Januar
Gestalte dein persönliches Lebenshaus
Nimm ein großes Blatt Papier und zeichne ein Haus mit drei Bereichen:
Keller, Erdgeschoss und Dachboden.
Lass außerdem Platz für ein Fenster und die Umgebung des Hauses.
1. Der Keller - deine Vergangenheit
Beginne im Keller, der den Grundstein deines Lebenshauses bildet. Überlege, welche Erlebnisse, Erfahrungen oder Botschaften aus deiner Vergangenheit dich geprägt haben.
- Was hast du aus deiner Kindheit, deiner Erziehung oder wichtigen Lebensereignissen mitgenommen?
- Notiere sowohl positive Einflüsse („Geschenke") als auch belastende Erinnerungen oder Herausforderungen
(„Gerümpel").
Nutze verschiedene Farben, um die unterschiedlichen Aspekte zu markieren, zum Beispiel grün für stärkende Erinnerungen oder grau für Dinge, die dich belasten.
2. Das Erdgeschoss - dein Hier und Jetzt
Im Erdgeschoss geht es um deine aktuelle Lebenssituation. Überlege, was dich im Moment beschäftigt:
- Wie läuft es in deinen Beziehungen, deinem Beruf oder mit deiner Gesundheit?
- Was bereitet dir Freude, und was macht dir Sorgen?
Verwende Farben, um die Stimmung deiner aktuellen Themen darzustellen, zum Beispiel Gelb für Positives oder Rot für Dinge, die dich stressen.
3. Der Dachboden - deine Zukunft
Der Dachboden ist der Raum für deine Wünsche, Träume und Ziele.
Überlege, was in deiner Zukunft eine Rolle spielen soll:
- Welche Ziele möchtest du erreichen?
- Welche Veränderungen strebst du an?
- Gibt es Träume, die groß oder ungewöhnlich erscheinen, aber trotzdem wichtig für dich sind?
Schreibe sie hier auf
4. Der Blick aus dem Fenster - Visionen und Fernziele
Baue ein Fenster in dein Haus ein und blicke hinaus.
- Welche Visionen oder verrückten Ideen schwirren dir im Kopf herum?
- Gibt es Ziele, die weit weg erscheinen, oder Wünsche, die außerhalb deines jetzigen Lebens liegen?
Notiere diese Träume in der Umgebung deines Hauses oder zeichne sie in die Landschaft, um sie symbolisch festzuhalten.
Zusätzliche Tipps
Gestalte dein Lebenshaus so kreativ, wie es dir gefällt: mit Zeichnungen, Farben oder Stichpunkten.
Lass dir Zeit für jeden Bereich und kehre bei Bedarf später zurück, um weitere Gedanken hinzuzufügen!
Reflexion und Auflösung deiner
Übung:
Nachdem du dein Lebenshaus gestaltet hast, nimm dir etwas Zeit, um es in Ruhe zu betrachten. Überlege dabei:
- Was fällt dir auf? Gibt es Bereiche, die besonders voll oder vielleicht leer wirken?
- Welche Farben dominieren?
Erkennst du Muster oder Themen, die sich durchziehen? - Welche Gefühle kommen auf? Gibt es Elemente, die dich stolz machen oder herausfordern?
Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
- Wie beeinflusst dein „Keller"
(Vergangenheit) dein „Erdgeschoss"
(Hier und Jetzt)? - Was kannst du aus deiner Vergangenheit mitnehmen, um deine Ziele im Dachboden (Zukunft) besser zu erreichen?
- Gibt es Dinge im Keller oder
Erdgeschoss, die du gerne verändern oder loslassen möchtest?
Nächste Schritte
Stärken nutzen:
Überlege, welche positiven Aspekte oder Ressourcen aus deinem Lebenshaus dich weiterbringen können.
Hindernisse angehen:
Gibt es Herausforderungen, die du aktiv angehen möchtest?
Vielleicht kannst du kleine Schritte planen, um sie zu überwinden.
Ziele konkretisieren:
Welche Träume oder Pläne aus dem Dachboden möchtest du in die Realität umsetzen?!
Ausblick
Dein Lebenshaus ist ein lebendiges Bild.
Es darf sich verändern und wachsen, genauso wie du.
Du kannst jederzeit zurückkommen und es ergänzen, neu gestalten oder einzelne Bereiche umarbeiten. Es gehört dir und zeigt, wie weit du bereits gekommen bist - und wo du noch hinmöchtest.
Hast du Fragen oder Anregungen - nimm gerne Kontakt auf.